Friedhelm Schwarz

Reisebüro
Reiseberater
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Am Abend ging es mit Air Namibia nonstop in 9 Stunden von Frankfurt nach Windhuk. Nach unser Ankunft am frühen Morgen begrüßte uns der Reiseleiter und wir fuhren zunächst zum Hotel. Am Nachmittag entdeckten wir bei einer Busrundfahrt die Hauptstadt Namibias. Die gegensätzlichen Lebenswelten aus deutscher Kolonialzeit und schwarzem Afrika offenbarten sich schnell. Hier die Townships von Katutara, dort die Relikte aus wilhelminischer Zeit: das Reiterdenkmal, die Bürgerhäuser im Jugendstil, der Tintenpalast. Dazwischen moderne Glasbauten – Symbol einer aufstrebenden Nation. Die Reise beginnt! Und gleich bei unserem ersten Stopp bekamen wir einen Eindruck von der ethnischen Vielfalt Namibias. Rehobother ist die Heimat der Baster – eines Mischlingsvolks aus Nama und Europäern. Über die Kurven des Remhoogte-Passes gelangten wir in die Namibwüste, eine der trockensten Regionen der Erde. Am Nachmittag erkundeten wir die Wüste auf einer Rundfahrt mit offenen Geländefahrzeugen und hielten bei den versteinerten Dünen – den einzigen ihrer Art weltweit. Hier übernachteten wir 2 Tage in der Namib Desert Lodge. Am nächsten Tag brachen wir auf, als es noch dunkel war, um per  Bus und Geländewagen in die zentrale Namib vorzustoßen, die älteste Wüste der Welt. Höhepunkt: die bis zu 300m hohen orangefarbenen Dünen rund um das Sossusvlei – eine riesige Lehmpfanne. Wir picknickten zum Frühstück, und wer wollte, bestieg einen der Sandberge. Kann ein Fluss einfach verschwinden? Ja, er kann. Das sahen wir im Sesriem – Canyon, wo die Erde unter einer Felsplatte scheinbar unvermittelt den Tsauchab verschluckt. Nachmittags hieß es dann, entspannen in unserer Wüstenlodge. Auf dem Weg nach Swakopmund passierten wir einige der schönsten Stellen des Namib-Naukluft-Parks: Wir blickten auf den Grund des Kuiseb-Canyons, hielten bei den Wildtränken Ganab und Hotsas – Treffpunkt von Zebras und Antilopen, bewunderten die Welwitschia Fläche, wo die einzigartige, urzeitliche Welwitschia Mirabilis wächst, und erblickten die sogenannte Mondlandschaft, die ihren Namen redlich verdient. In der Küstenstadt Swakopmund trafen wir abends einen deutschsprachigen Namibier, der gerne unsere Fragen zum Leben am Rande der Wüste beantwortete. Was machte die Robbe in unserem Boot? Sie freute sich auf uns, und ließ sich sogar streicheln. Wir waren in der Walfischbucht, Nachbarstadt Swakopmunds und größter Hafen Namibias. Begleitet von Pelikanen und Delphinen brachte uns das Boot zur anderen Seite der Bucht, wo große Robbenkolonien auf den Sandbänken lagerten. An Bord wurden Austern, Fisch und Sekt gereicht. 

Zurück in Swakopmund führte uns der Reiseleiter durch die Stadt mit ihrer unverkennbar deutschen Tradition. Abends hatte er einen super Tipp fürs Abendessen: Kücki´s Pub, eine Institution und berühmt für leckere Meeresfrüchte. Am 7. Tag entfernten wir uns wieder von der Atlantikküste und fuhren hinauf in die Erongoberge. Gegen Mittag erreichten wir unsere Traumhaft gelegene Lodge mit ihren strohgedeckten Bungalows. Nachmittags brachen wir zu einer Rundfahrt durch die bergig-bizarre Landschaft der Erongoberge auf – ein Eldorado für Hobbygeologen. Immer wieder hielten wir, um Felsbilder zu bestaunen, die die Buschleute der San hier vor Tausenden von Jahren in den Stein ritzte.Es war nicht sehr weit bis zur Weinkellerei Kristall, der einzigen Namibias. Der Besitzer schilderte uns, wie er auf den Gedanken kam, mitten im Busch Wein anzubauen, und freute sich auf unsere Fragen. Auf direktem Weg ging es dann zum Etoscha-Nationalpark, wo wir am frühen Nachmittag eine erste Wildbeobachtungsfahrt zu einigen Wasserstellen unternahmen. Mit der Kamera im Anschlag fuhren wir früh morgens im offenen Jeep durch den Etoscha Nationalpark. In traumhafter Kulisse sahen wir bei Sonnenaufgang die ersten Tiere. Im Laufe des Tages reihte sich ein Highlight an das andere: Springböcke, Zebras, Gnus, Giraffen, Nashörner, Elefanten kreuzten unseren Weg. Vor allem an den vielen Wasserstellen, die wir anfuhren, boten sich tolle Gelegenheiten für das persönliche Foto des Jahres. Spätnachmittags verließen wir das Tierparadies in Richtung Tsumeb. Im Biergarten unseres Hotels Makalani ließen wir bei frisch gezapftem Bier, gebraut nach deutschem Reinheitsgebot, diesen erlebnisreichen Tag Revue passieren. Am nächsten Tag erfuhren wir im Stadtmuseum des Minenstädtchens Tsumeb mehr über das „Gold“ Namibias: Kupfer. Wir stoppten in Okahandja an den Gräbern wichtiger Häuptlinge des Hereo-Stammes, und wir erfuhren von unserem Reiseleiter, warum die Hereos bis heute von Deutschland Schadenersatz für ihr Schicksal während der Kolonialzeit fordern. Im Laufe des Nachmittags erreichen wir unsere Lodge nördlich von Windhuk. Der Rest des Nachmittags gehörte der Erholung. Wer wollte, konnte live bei der Löwenfütterung dabei sein, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Ein wahnsinniges Erlebnis. Für unsere letzte Übernachtung in Namibia hatte Studiosus noch einmal eine traumhafte Lodge ausgesucht, die Okapuka Ranch. Mit Air Namibia ging es am nächsten Abend nonstop zurück nach Frankfurt. Dies war meine zweite Studienreise mit Studiosus, und ich kann wieder mal nur das Beste davon berichten. Sind auch Sie durch diesen Bericht angesteckt von Namibia oder einer anderen Studienreise, sprechen Sie mich an. Ich kann Ihnen wertvolle Tipps geben.